edves anyak, apak, bratok és baratnök,
nach dem nächtlichen Unwetter mit Sturm, Donnergrollen und so gut wie keinem Regen begrüßte uns auch heute wieder die liebe Sonne.
Dschinni, Paule und Sigi waren bereits gaaanz früh auf der Jagd nach gyülmölcs und zöldségek. Und kamen mit reicher Beute vom Bauernmarkt zurück bevor überhaupt ein Weckruf erschallte.
Schwester Agnes mit ihrer obligatorischen arany Augenunterklebung war völlig aus dem Häuschen, weil es endlich zum Pullovermarkt gehen sollte. (Na nicht wirklich gehen, nur bis zum Bahnhof und dann mit dem Zug nach Fonyód). Bei diesem Wetter wollten noch 20 weitere Mädels und Jungen, darunter auch unsere neue Kumpeline Allie, die Kosten für sie Sauna sparen. Sie schlossen sich Schwester Agnes an. Los ging es um 9.45 Uhr und erst gegen 16.30 Uhr kamen sie durchgeschwitzt und erschöpft zurück. Einen Einblick in ihre Taschen war mir leider nicht möglich. Nur Allie berichtete von dem einen oder anderen Einkauf. Allie selbst war sehr sparsam mit ihrem Taschengeld. Lediglich eine hausgemachte Limonade leistete sie sich und erprobte für die Bestellung den Google Dolmetscher. Schwester Agnes enterte den Schuhladen gleich 2 Mal. Erst konnte sie den Sandaletten nicht widerstehen und kurz darauf konnte sie den Turnschuhen mit Glitzerbärchen nicht entkommen.
Von den Jungs war übrigens nur einer mit dabei und die 3 Urlaubär. Die holde Weiblichkeit war absolut in der Mehrheit. Ich kann das ja nicht verstehen, warum man neben dem Bauern- und Pullovermarkt noch zu Rossmann, Spar und wer weiß wohinein muss in den Ferien. Mir reicht es schon, wenn meine Mama mich in Berlin zum Einkaufen schickt.
Der andere Teil unserer Ferienlagermannschaft (oder muss ich jetzt Frauschaft schreiben?) also 34 Kids gemeinsam mit Ottilie, Gottlieb, Paule, Sigi und mir hatte sich für das Alternativangebot entschieden. Wasserrutschen rauf und runter so lange uns unsere Beine trugen war bei den 32 Grad gerade richtig. Gottlieb dirigierte auf dem Turm den Ablauf, Ottilie stand im Wasser und gab Haltungsnoten. War bei der Landung ihre Brille mit nass, gab es beide Daumen hoch. Bei nur wenigen Spritzern motivierte sie mit theoretischen Erklärungen.
Da das viele Treppensteigen besonders hungrig macht, ging es zum Langosessen. Die Auswahl war groß - Langos sima, ketchupos, ketchupos-sajtos, saitos und tejfölös – sajtos. Letzteres war der Beliebteste, 18x ging er über den Tresen. Sima mit foghayma (Ottilie kennt da einfach nix) und ketchupos wurden nur 1x bestellt. Die beiden Andere hielten sich die Waage. Klar dauert es einige Zeit bis 38 Portionen fertig sind. Deshalb lenkte uns Sigi mit einem Rätsel ab. Und ich kann nur sagen, unsere Köpfe rauchten. Die Frage war: Was mag Otto? Hinweise dazu: Er mag Semmeln oder Schrippen, aber keine Brötchen. Er mag Sandaletten, aber keine Sandalen. Er mag die Sonne, aber kein Licht….. Na, habt ihr vielleicht eine Idee?
Also nach vielen weiteren Fragen und Vermutungen fand eine Thüringerin, die so ähnlich wie eine Opernfigur oder so heißt, die richtige Lösung.
Vom Essen aus ging es in der Stadt oder und zurück in unser Domizil. Die Temperaturen forderten direkt einen langen Aufenthalt im Balaton. Der ist in Ufernähe inzwischen allerdings so warm, dass man, wenn man einen Hummer hineintauchen würde, ihn rot wieder rausholt. Das meinte eines von den Kids. Schämt sich ein Hummer für ein Bad im Balaton? Muss ich mal nachlesen.
Nachmittag und Abend vergingen neben dem Baden mit Basteln, UNO-TuRnier (das große R ist extra für Lille).
Und irgendwann trudelte dann auch mein Kumpel Pippinchen ein. Er hatte sich ja diese wissenschaftliche Untersuchung der tschechischen und ungarischen Bahn vorgenommen. Die hatte es in sich. 4,5 h im stehenden Zug nach Bratislava, weil irgendeiner auf den Schienen den Fahrplan crashen wollte. Aber der Service im Zug funktionierte und die Klimaanlage auch.
Was will man mehr, da kann die Deutsche Bahn nicht konkurrieren.
Jetzt will ich aber unbedingt noch mehr von ihm zu den Ergebnissen seiner Forschungsreise hören. Meine Kumpels haben sich bereits heimlich versammelt und ich werde mich dazu schleichen.
Morgen gibt es dann wieder einen Bericht.
Bis dahin. Schlaft gut!
Jó aludni. Euer Otto
Üdvözöllek kedves baratok és baratnök,
Schon am frühen Morgen war es ordentlich warm. Das hielt unsere zwei Spitzensportlerinnen aus Thüringen und einen ehemaligen Berliner (Nolle) jedoch nicht davon ab, Frühsport zu machen. Allerdings waren die Mädchen von Nolles Leistung nicht ganz begeistert. Sie haben wohl nicht alles geschafft und wollen deshalb morgen bereits um halb 7 Uhr aufstehen.
Nach dem Frühstück hieß es dann Zähne putzen, Zimmer aufräumen und ab nach unten. Der erste von zwei für heute geplanten Teamwettbewerbe stand auf dem Programm. Wir versammelten uns im Aquarium und weil durch die zeitgleich stattfindende Kontrolle der Zimmer durch die ZKK noch nicht alle anwesend sein konnten, gab Sigi einen Überblick über das weitere Programm und erläuterte schon mal unsere Aufgabe.
Zum besseren Kennenlernen gab es insgesamt 6 Schätzaufgaben. Bei den Mädchen und Jungen rauchten förmlich die Köpfe. Körper- und Schuhgrößen, wurden verglichen, Zensuren schön geredet und und und.
Die erste Aufgabe: Wie viele der anwesenden Kinder und Jugendlichen geben Cola als Lieblingsgetränk an? Wir waren gespannt auf das Ergebnis. Die Schätzungen gingen von 4 bis 23. Tatsächlich sind es 14 Mädchen und Jungen. Das sind etwa 30 % der Kids. (Mein Mathelehrer liest das jetzt hoffentlich auch und ist ein bisschen zufrieden mit mir😉). Die Wackelöhrchen waren am nächsten mit geschätzten 15.
Frage 2: Welche Schuhgröße haben wir alle gemeinsam. Liebe Mamas und Papas, bitte nehmt doch beim nächsten Schuhkauf eure lieben Kleinen mit. Ein Mädchen zum Beispiel mit mindestes Schuhgröße 37 meinte, nur 32 zu haben. Dieses Phänomen gab es heufiger. Alle zusammen würden wir die Größe 1899 haben. Das haben die Nemos fast auf den Punkt getroffen.
Frage 3: Wie alt sind wir zusammen? Die Schätzungen waren gar nicht so schlecht. Gemeinsam bringen wir tatsächlich 769 Jahre auf den Buckel. Mit 777 waren erneut die Wackelöhrchen am nächsten dran.
Frage 4: Welche Zensur hätten wir alle gemeinsam im Fach Musik? Hier gingen die Schätzungen von 63 bis 110. Tatsächlich ist es 142, das entspricht einer Durchschnittsnote von 2,58. Ehrlich gesagt hätte ich das bei dem wirklich schrägen Gesang nicht erwartet. Die pinken Panther konnten hier mit 110 punkten.
Frage 5: Wie groß sind wir alle gemeinsam? Die Schätzungen gingen von 6957 cm bis 8650 cm. Hierbei waren die ChaosKids mit 8160 cm am nächsten an den tatsächlichen 7973 cm dran.
Und zum Schluss die Frage 6: Wie viele Nationalitäten sind mit Ottokar unterwegs?
Die ChaosKids, die Nemos und die Panther waren mit 10 fast richtig. Unsere Mädchen und Jungen haben in 11 Ländern ihre Wurzeln, Vietnam, Russland, Serbien, Deutschland, Ukraine, Korea, Polen, Kanada, Afghanistan, Kuba und die Philippinen und stellt euch vor, sie kommen gut miteinander aus!!! Wäre super, wenn das die Erwachsenen in dieser Welt auch hinkriegen würden.
Es wurde übrigens noch eine Nationalität, die Erfurter Puffbohnen, genannt. Tolle Idee oder? Ich bin mir sicher, Ottilie würde jetzt noch Fischköppe und Pippin Beusteraner hinzufügen. Im Mittelalter wäre das vielleicht sogar richtig gewesen.
Nach den Strapatzen für unsere Gehirne ging es an den Strand und zur Abkühlung ins Wasser. Wieder wurde gebastelt, gechillt, Volleyball gespielt, der erste Liebeskummer ausführlich besprochen. Und natürlich auch gegessen und ausreichend Wasser getrunken.
Dank Dschinni und Paule ist unsere Versorgung gesichert. Die beiden haben heute im Schweiße ihrer Gesichter Wasser geschleppt.
Beide wurden lange Zeit am Strand vermisst. Ottilie, Gottlieb und Allie dagegen tummelten sich im Wasser und können bald den Enten im Balaton mit ihren Schwimmhäuten Konkurrenz machen. Dschinni, Paule und ich hatten dazu keine Zeit. Die Zwei waren neben der Jagd auf Wasser und Verpflegung mit Flitzi unterwegs und organisierten für morgen Fahrkarten und die Karten für die Wasserrutsche. Ich habe Sigi bei der Vorbereitung von Glitzersteinekleben unterstützt.
Vor allem unsere kleinen Jungen haben sich da heute hervorgetan. Liebe Elternteile, ihr werdet staunen….
Um 16 Uhr startete dann Teamwettbewerb Nummer 2 für heute….Wassersuppe löffeln…. Leichte Bälle (die Einlage in der Suppe) mussten im Staffelspiel im Wasser mit einer Kelle in und aus dem Topf transportiert werden. Die Stimmung war toll und alle gaben ihr Bestes. Die Nemos siegten (kein Wunder, Wasser ist ja schließlich ihr Element). Pippin wird sich freuen, seine Melonenbäume wurden zweite, danach folgten die Wackelöhrchen, die ChaosKids und die Panther. Ob der letzte Platz in diesem Wettbewerb wohl daran lag, dass Schwester Agnes mit den Panthern bisher nicht persönlich im Wasser gewesen war?
Nach dem Abendessen (Nudelauflauf) hieß es dann für alle Theater, Theater, Theater….
Improvisationstalent war angefragt. Man, man, man…. Die mittelalterlichen Pubertiere schämten sich und mussten sich von unseren kleinsten Zwergen zeigen lassen, was es heißt selbstbewusst zu sein. Aber das kennen wir ja, sonst ne große Klappe und wenn es drauf ankommt verkriechen sie sich hinter den Rücken der anderen. Hat ihnen aber nicht geholfen. So einige standen auf der „Bühne“ und interpretierten den Text „Links sind Bäume, rechts sind Bäume“usw. auf ihre teilweise unnachahmliche Art.
Plötzlich kam ein mächtiger Sturm auf. Vermutlich wollten Neptun und seine Familie endlich mal ihre Ruhe haben. Das Theaterspiel wurde abgebrochen und Verbot für Aufenthalt im Freien erteilt. Todesmutig retteten Lille und Lotte das Dach unseres Strandpawillions.
Ein ganz klein wenig hat es auch geregnet. Und weil das ja für Ameisen sehr gefährlich ist, kreierte ein kleiner Knabe eine Regenjacke für die Ameise. Input dafür hat er wahrscheinlich bei seinen regelmäßigen Aufenthalten im Kinderzentrum „Ottokar“ erhalten.
Jetzt liegen alle friedlich in ihren Betten. Die großen Mädels haben wie jeden Abend einen Spinnenjäger angefragt. Aber die Spinne hat ihr Versteck unter dem Kleiderschrank nicht verlassen und sich einfach totgestellt.
Ich gehe jetzt auch in mein Bettchen èn nagyon álmos és farad vagyok.
Jó észerkat.
Euer Otto
Ich grüße euch meine lieben Fäns und Fänninen,
viele Leute können den Montag nicht leiden, auch mir geht das in der Schulzeit so. Ich hätte gern 5 Tage Sonntag und 2 Schultage. Hier im Ferienlager ist das anders., wartet doch ein Tag voller Begegnungen und Erlebnisse auf mich und die Mädels und Jungen.
Geweckt vom Sonnenschein und dem trompetenden Gottlieb, nach einer kurzen Katzenwäsche machte ich mich für euch auf den Weg zu meiner Reschersche.
Nach dem Frühstück hieß es gleich Teamwettbewerb. Die erste Aufgabe war die Wahl der Teamnamen. In diesen mussten die Lieblingsfarben meiner in den Teams vertretenen Kumpels und Kumpelinen vorkommen.
Es wird niemanden, der mein Tagebuch abboniert hat, wundern, dass Ottilies Team „grünfaule ChaosKids“ heißt. Sie überzeugte alle von ihrem Vorschlag mit dem Argument, dass die Faulen in den letzten Jahren meist den Teamwettbewerb gewonnen haben. Die Teamchefin, aus Berlin stammend ist uns seit mehreren Jahren als kleine Chaotin bekannt und unterstützte den Vorschlag sofort.
Unsere neue Kumpeline Allie mischt im Team 2, den „farbenfrohen, orangen Nemos“ mit, der von den Kids gewählte Teamchef aus Berlin (Bruder von Lille) ist damit ein Multifunktionär, ist er doch auch ZKK Mitglied. Ob er sich auf eine Laufbahn als Politiker vorbereitet?
Gottlieb ist Mitglied im Team 3, den „lila Wackelöhrchen vom Balaton“ Auch hier ist der Chefposten von einer Fastberlinerin (zumindest sind ihre Zwillingsschwester und ihr großer Bruder in Berlin geboren worden) besetzt.
Unser Kumpel Pippin wurde in noch Abwesenheit in das Team 4, den „blauen Wassermelonenbäumen“, gewählt. Auch hier gibt es eine Teamchefin. Sie stammt aus dem südlichsten Teil Thüringens und ist auch die jüngste Chefin des Ferienlagers.
Und zum Schluss noch die „Pinken Panther“. Da müsste ich eigentlich nicht viel zu schreiben. Allen ist klar, Pink, da kann nur Schwester Agnes dahinterstecken. Ihre Teamchefin heißt so ähnlich wie Katze – verstehe ich nicht so ganz, denn Krallen habe ich bei ihr nicht entdecken können – und kommt ebenfalls aus Berlin.
Ihr seht, die Berliner Kids sind ebenso wie die weiblichen Chefinnen überrepräsentatiert. (Man bin ich jetzt stolz, so ein tolles Wort gefunden zu haben 😊) Woran das liegt? Wahrscheinlich sind die Knaben zu ängstlich vor der Verantwortung und die Thüringer überhaupt zu schüchtern. Fragt doch einfach mal eure eigenen Kinderlein.
Die zweite Aufgabe war schon etwas schwieriger. Erarbeitet eine Choreogravieh für den Refräng des neuen Ottokarsongs!!! Leute, Leute….Das war ein ein Krampf und Kampf. Pippinchen, ich habe ihn heute mal vertreten, wird zum Beispiel ziemlich enttäuscht sein. Wiederholungstätern und – täterinnen fielen nichtmal die Schritte der letzten Ferienlagertänze ein.
Aber naja, zum Schluss präsentierten doch alle 5 Teams einige Schrittfolgen, Armschwünge und Sprung- und Wippbewegungen.
Die Jury, bestehend aus Lille und 2 ihrer Zimmergefährtinnen, konnte dann eine Rangfolge für die Punktvergabe festlegen. Hier die Reihenfolge: Platz 1 Team 1, Platz 2 Team 3 und Team 5, Platz 4 Team 2 und Platz 5 unser Team 4.
Während Schwester Agnes und Gottlieb mit einigen Kids anschließend unser Basislager am Strand aufsuchten, um sich zu entspannen, machte sich die Mehrheit, zu der auch Ottilie und Allie gehörten, auf den Weg in die Stadt, um ihr Taschengeld unter die Leute zu bringen und damit die ungarische Wirtschaft anzukurbeln. Keine Sorge, Sigi teilt für die Kids, die das nicht können, das Taschengeld ein.
Erworben wurden u.a. Ketten, Fächer, Bodzaszörp und natürlich wurde Eis geschleckt und die eine oder andere sütemény auf Vorrat.
Allerdings hatten in dieser Zeit 4 besondere Krümelmonster eine Spezialaufgabe. Voller Eifer halfen sie unserem Busfahrer Blümchen beim Fegen des Busses. Unsere neuen Zwillinge – wir nennen sie Jojo, weil wir sie nicht unterscheiden können-, ein Knabe, der am Ende des Ferienlagers abgeholt wird und, wie kann es anders sein, der hochqualifizierte ZKK Chef können sich der Dankbarkeit von Blümchen sicher sein.
Auch unser allseits beliebter Dschinni war heute besonders fleißig. Er schleppte Wasserflaschen ohne Ende heran, füllte die Vorräte auf, bereitete für Ottilie alles für das Essen vor…..Für morgen hat er sich mit Flitzi für weitere Besorgungen verabredet.
Den Nachmittag verbrachten wir alle am und im Wasser. Schon seit dem Vormittag gab es Angebote für kreative Ideen. Es wurde Volleyball gespielt und geflörtet. Nach dem Abendessen (heute Burger mit Pommes) bereiteten wir uns auf die Eröffnungsdisco vor, die wieder gemeinsam mit unseren ungarischen Freunden ab 20 Uhr im Aquarium stattfand.
Die Mädchen haben sich ordentlich in Schale geworfen. So viel Mäkab hatten wir bisher noch nie. Schwester Agnes hatte bereits gleich nach dem Aufstehen für Schönheit sorgen wollen und kam mit goldenen Augenpflastern aus dem Zimmer. Den Sinn dieser Dinger habe ich bisher nicht verstanden. Werde übermorgen Pippinchen fragen. Er kennt sich damit aus. Ihre Discokleidung war aber erstaunlich zurückhaltend. Sie glitzerte nur ganz wenig und besonders an den Füßen.
DJ Lockey, extra angereist, lockte mit dem Kaninchensong alle auf die Tanzfläche. Die Stimmung war super und alle forderten eine Verlängerung. Aber die Verzieher ließen sich nicht erweichen.
Langsam kehrt nun Ruhe ein und ich werde mich auch auf den Weg in mein Zimmer machen.
Aber vorher noch kurz einige Kuriositäten:
Nun aber endgültig Feierabend. Ich höre mein Bett rufen und die Verzieher*innen durch den Flur tapsen.
Jó aludni. Euer müder Otto
Ein herzliches jó estéd an alle Zurückgebliebenen,
alle Kids sind gut im Ferienlager angekommen. Der Bus war pünktlich und trotz vieler P…pausen waren alle um 10.30 Uhr wohlbehalten vor Ort. Die Anreise verlief völlig unproblematisch, selbst die von allen vergessenen Filme fehlten niemandem. Um Mitternacht gab es zwei große und ziemlich falsche Geburtstagsständchen für einen großen und nun endlich erwachsenen „Ottokar“ – Knaben und eine viel kleinere und flinke Thüringerin.
Die Begrüßung fiel in diesem Jahr mit musikalischer Umrahmung aus. Es gibt nämlich einen supertollen Ottokar- Ferienlagersong. Für Musikinteressierte gibt es am Ende des Eintrags einen Link.
Nun aber zurück zum ersten Tag im Ferienlager. Die Zimmereinteilung war bereits im Bus geschehen. Riesige Koffer wurden gerollt und geschleppt. Einige haben jetzt vermutlich zuhause einen leeren Kleiderschrank. In altbewährter Ottokar-Tradition halfen die älteren Mädchen und Jungen den Jüngeren beim Transport in die Zimmer. Mein Kumpel Gottlieb tat sich dabei besonders hervor, wollte er doch beweisen, dass sich das Krafttraining beim Tanzen gelohnt hat. Schwester Agnes übernahm gleich die Verteilung der Bettwäsche und ließ den armen Nille ihre Koffer plus Reisetasche und Handtasche nach oben schleppen. Er muss sich jedoch an Gottlieb ein Beispiel nehmen und noch ein wenig trainieren. Einige Gepäckstücke purzelten mehrfach die Treppe wieder herunter.
Ottilie ging dem Chaos erfolgreich aus dem Weg und nutzte die Zeit, um erst einmal einen Kaffee zu trinken.
Die Neue in unserer Klicke versuchte ihr Bestes und half wo sie konnte. Sie heißt übrigens Allie, scheint eine fröhliche und gutgelaunte Person zu sein.
Dschinni und Paule schleppten die schweren Kisten mit Bastelmaterial und anderen wichtigen Dingen und unsere Musikanlage in den Gruppenraum. Unter ihrer Anleitung bauten die mitreisenden Urlaubären unser Basislager am Strand auf. Damit waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und der Alltag konnte beginnen.
Sigi belehrte uns über Verhaltensregeln…. (Na die eine oder andere werde ich wohl nicht einhalten können, wenn ich euch über Geschehnisse hinter den Kulissen berichten möchte. Aber bisher hat sie mich niemals erwischt). Danach ging es endlich ans und ins Wasser. Hohe Wellen trugen zum Badevergnügen bei. Ottilie und Gottlieb wollten gar nicht mehr raus aus dem Wasser und auch Allie tummelte sich im warmen Nass.
Die Baderei wurde nur durch den Konsum von lekvár - und Streifenhörnchenstullen mit uborka und sárgobárack unterbrochen.
Natürlich wurde auch gespielt und gechillt.
Schwester Agnes war das Wasser zu kalt und sie will wohl ohne Pippinchen gar nicht ins Wasser. Sie schlummerte stattdessen auf ihrer Luftmatratze am Strand und haschte nach Pigmenten. Lille war übrigens auch kurz eingenickt und wirkte nach dem Aufwachen ein wenig zerknittert.
Paule und Dschinni machten noch eine Provianterweiterungstour. Da es überhaupt kein Wasser mehr zu kaufen gab (zum Glück haben wir gestern einen kleinen Vorrat gekauft), brachten sie für morgen für alle Jokurt mit.
Nach dem Abendessen, es gab Spagetti mit Soßbolongnäs und Melone, machten wir uns mit einem kleinen Begrüßungsspiel miteinander bekannt. Leute, ihr hättet vermutlich eure Kinderlein nicht wiedererkannt. Selbst die größten Großklappen flüsterten ihre Namen. Schwester Agnes bedauert noch immer, ihr Hörrohr zuhaus gelassen zu haben.
Anschließend wurden die Teams ausgelost. Glücksfee war unsere jüngste und kleinste Mitreisende aus Berlin. Es gibt in diesem Jahr 5 Teams, die sich morgen zusammenfinden und erste Aufgaben gemeinsam lösen werden.
Die Wahl der Zimmerkontrollkommission (ZKK) bildete dann den offiziellen Abschluss des Tages.
Ein Berliner tritt in die Fußstapfen seiner beiden älteren Geschwister und vertritt die Jungen. Eine Thüringerin, die hier mit Kosäng und Kuhsine ist, wird den weiblichen Blick auf die Unordnung in den Zimmern übernehmen.
Nun sind inzwischen alle in ihren Betten. Die Nacht und der Tag waren anstrengend und ich höre schon unseren Busfahrer Blümchen schnarchen.
Ich werde dann auch an meiner Matratze horchen.
Bis morgen und jó észerkat.
Euer Otto
PS: Der Link zum Ottokar- Ferienlagerlied
https://shorturl.at/rWXEb
Was ich beinahe vergessen hätte:
Jó estéd kedves anyák és apák,
jetzt kommen für euch erholsame Wochen. Eure lieben Kleinen und auch Großen sind auf der Reise zu uns hier am Balaton.
Ich bin nämlich mit Sigi und meinem Kumpel Paule bereits am Donnerstag hier angekommen.
Schließlich gibt es ja immer eine Menge vorzubereiten. Lekvár, Mokus, Streifenhörnchen, Víz mit und ohne Gas, uborka, sárgabarack….. Leute, wir haben geschwitzt wie die Weltmeister.
Natürlich haben wir Dschinni aus seinem großen Weinfass geholt, damit er uns beim Tragen helfen kann. Naja, da war es wohl eh nicht mehr wirklich gemütlich. So wie im Balaton, fehlte auch in seinem Zuhause viel Wasser (bor). Ja meine Lieben, wir werden wohl in diesem Sommer Wasserwandern auf neue Art entdecken können.
Die ersten beiden Tage haben wir uns bei Flitzi einquartiert, weil in unserem Ferienlager noch viele ungarische Kinder ihren Spaß hatten. Gemeinsam mit ihr wurden die letzten Absprachen für unsere Ausflüge getroffen.
Nun sitze ich mit Paule und Sigi im Ferienlager auf den Verzieherplätzen und warte auf meine Kumpels und Kumpelinen.
Ottilie ist in diesem Jahr wieder dabei. Ihre Zensuren sind Dank KI besser geworden und da muss sie nicht wie im vergangenen Jahr in den Ferien Lernen.
Pippin kommt mal wieder erst in der nächsten Woche. Er muss erst noch Ordnung in seinem Klassenraum machen. Vermutlich hat er in den letzten Schultagen wieder nur Quatsch gemacht.
Gottlieb hat sich tränenreich von seiner Freundin Tessi verabschiedet. Er bringt die kleine Schwelle (Schwester für alle die kein Berlinisch können) von einem seiner best friends aus der Grundschulzeit mit. Ich bin gespannt wie die so drauf ist und ob sie in unsere Klicke passt.
Bei Schwester Agnes ist euch sicher klar, dass ihre pinken Kleiderschränke den halben Kofferrraum des Busses füllen. Aber welche neuen Glitzerfummel für die Disco wohl daraus hervorgezaubert werden? Wir werden es erleben und ich berichte euch natürlich.
Lille und Nille sind in diesem Jahr auch wieder dabei. Sie haben sich vorgenommen nur zu faulenzen. Ob sie das wohl schaffen? Zumindest bei Lille habe ich da so meine Zweifel.
Und nun noch zu Pille. Auf ihn muss ich noch eine ganze Woche warten. Er hat noch eine äußerst wichtige Aufgabe zu erfüllen in Berlin- Fußballern aus Bayern zeigen was eine Schwalbe ist oder so ähnlich. Er kommt dazu passend mit dem Flieger nach Budapest.
Inzwischen sind unsere langjährigen ungarischen Freunde mit ihrem Betreuer Yuri angekommen und haben ihre Zimmer bezogen. Morgen können also alte Freundschaften aufgefrischt und neue geschlossen werden. Spätestens bei der Eröffnungsdisco mit dem Kaninchensong.
Das soll es für heute gewesen sein.
Ich wünsche euch eine gute Nacht. Und nicht vergessen, ich freue mich immer über eure Zuschriften.
Euer Otto
Liebe Ferienlagerkinder, liebe Eltern, Omas, Opas, Tanten, Onkel....
bald ist es wieder soweit. Ottokar goes Ferienlager. Zeit die Koffer zu packen. Vergesst die Sonnencreme nicht!
Bis bald Euer Otto