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Von Wasseratten und Marktgänger*innen

edves anyak, apak, bratok és baratnök,

 

nach dem nächtlichen  Unwetter mit Sturm, Donnergrollen und so gut wie keinem Regen begrüßte uns auch heute wieder die liebe Sonne.

Dschinni, Paule und Sigi waren bereits gaaanz früh auf der Jagd nach gyülmölcs und zöldségek. Und kamen mit reicher Beute vom Bauernmarkt zurück bevor überhaupt ein Weckruf erschallte.

Schwester Agnes mit ihrer obligatorischen arany Augenunterklebung war völlig aus dem Häuschen, weil es endlich zum Pullovermarkt gehen sollte. (Na nicht wirklich gehen, nur bis zum Bahnhof und dann mit dem Zug nach Fonyód). Bei diesem Wetter wollten noch 20 weitere Mädels und Jungen, darunter auch unsere neue Kumpeline Allie, die Kosten für sie Sauna sparen. Sie schlossen sich Schwester Agnes an. Los ging es um 9.45 Uhr und erst gegen 16.30 Uhr kamen sie durchgeschwitzt und erschöpft zurück. Einen Einblick in ihre Taschen war mir leider nicht möglich. Nur Allie berichtete von dem einen oder anderen Einkauf. Allie selbst war sehr sparsam mit ihrem Taschengeld. Lediglich eine hausgemachte Limonade leistete sie sich und erprobte für die Bestellung den Google Dolmetscher. Schwester Agnes enterte den Schuhladen gleich 2 Mal. Erst konnte sie den Sandaletten nicht widerstehen und kurz darauf konnte sie den Turnschuhen mit Glitzerbärchen nicht entkommen.

Von den Jungs war übrigens nur einer mit dabei und die 3 Urlaubär. Die holde Weiblichkeit war absolut in der Mehrheit. Ich kann das ja nicht verstehen, warum man neben dem Bauern- und Pullovermarkt noch zu Rossmann, Spar und wer weiß wohinein muss in den Ferien. Mir reicht es schon, wenn meine Mama mich in Berlin zum Einkaufen schickt.

Der andere Teil unserer Ferienlagermannschaft (oder muss ich jetzt Frauschaft schreiben?) also 34 Kids gemeinsam mit Ottilie, Gottlieb, Paule, Sigi und mir hatte sich für das Alternativangebot entschieden. Wasserrutschen rauf und runter so lange uns unsere Beine trugen war bei den 32 Grad gerade richtig. Gottlieb dirigierte auf dem Turm den Ablauf, Ottilie stand im Wasser und gab Haltungsnoten. War bei der Landung ihre Brille mit nass, gab es beide Daumen hoch. Bei nur wenigen Spritzern motivierte sie mit theoretischen Erklärungen.

Da das viele Treppensteigen besonders hungrig macht, ging es zum Langosessen. Die Auswahl war groß - Langos sima, ketchupos, ketchupos-sajtos, saitos und tejfölös – sajtos. Letzteres war der Beliebteste, 18x ging er über den Tresen. Sima mit foghayma (Ottilie kennt da einfach nix) und ketchupos wurden nur 1x bestellt. Die beiden Andere hielten sich die Waage. Klar dauert es einige Zeit bis 38 Portionen fertig sind. Deshalb lenkte uns Sigi mit einem Rätsel ab. Und ich kann nur sagen, unsere Köpfe rauchten. Die Frage war: Was mag Otto? Hinweise dazu: Er mag Semmeln oder Schrippen, aber keine Brötchen. Er mag Sandaletten, aber keine Sandalen. Er mag die Sonne, aber kein Licht….. Na, habt ihr vielleicht eine Idee?

Also nach vielen weiteren Fragen und Vermutungen fand eine Thüringerin, die so ähnlich wie eine Opernfigur oder so heißt, die richtige Lösung.

Vom Essen aus ging es in der Stadt oder und zurück in unser Domizil. Die Temperaturen forderten direkt einen langen Aufenthalt im Balaton. Der ist in Ufernähe inzwischen allerdings so warm, dass man, wenn man einen Hummer hineintauchen würde, ihn rot wieder rausholt. Das meinte eines von den Kids. Schämt sich ein Hummer für ein Bad im Balaton? Muss ich mal nachlesen.

Nachmittag und Abend vergingen neben dem Baden mit Basteln, UNO-TuRnier (das große R ist extra für Lille).

Und irgendwann trudelte dann auch mein Kumpel Pippinchen ein. Er hatte sich ja diese wissenschaftliche Untersuchung der tschechischen und ungarischen Bahn vorgenommen. Die hatte es in sich. 4,5 h im stehenden Zug nach Bratislava, weil irgendeiner auf den Schienen den Fahrplan crashen wollte. Aber der Service im Zug funktionierte und die Klimaanlage auch.

Was will man mehr, da kann die Deutsche Bahn nicht konkurrieren.

Jetzt will ich aber unbedingt noch mehr von ihm zu den Ergebnissen seiner Forschungsreise hören. Meine Kumpels haben sich bereits heimlich versammelt und ich werde mich dazu schleichen.

 

Morgen gibt es  dann wieder einen Bericht.

Bis dahin. Schlaft gut!

 

Jó aludni.               Euer Otto                                                                                                        

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