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Ein Montag mit und ohne Chaos

Ich grüße euch meine lieben  Fäns und Fänninen,

 

viele Leute können den Montag nicht leiden, auch mir geht das in der Schulzeit so. Ich hätte gern 5 Tage Sonntag und 2 Schultage. Hier im Ferienlager ist das anders., wartet doch ein Tag voller Begegnungen und Erlebnisse auf mich und die Mädels und Jungen.

Geweckt vom Sonnenschein und dem trompetenden Gottlieb, nach einer kurzen Katzenwäsche machte ich mich für euch auf den Weg zu meiner Reschersche.

Nach dem Frühstück hieß es gleich Teamwettbewerb. Die erste Aufgabe war die Wahl der Teamnamen. In diesen mussten die Lieblingsfarben meiner in den Teams vertretenen Kumpels und Kumpelinen vorkommen.

Es wird niemanden, der mein Tagebuch abboniert hat, wundern, dass Ottilies Team „grünfaule  ChaosKids“ heißt. Sie überzeugte alle von ihrem Vorschlag mit dem Argument, dass die Faulen in den letzten Jahren meist den Teamwettbewerb gewonnen haben. Die Teamchefin, aus Berlin stammend ist uns seit mehreren Jahren als kleine Chaotin bekannt und unterstützte den Vorschlag sofort.

Unsere neue Kumpeline Allie mischt im Team 2, den „farbenfrohen, orangen Nemos“ mit, der von den Kids gewählte Teamchef aus Berlin (Bruder von Lille) ist damit ein Multifunktionär, ist er doch auch ZKK Mitglied. Ob er sich auf eine Laufbahn als Politiker vorbereitet?

Gottlieb ist Mitglied im Team 3, den „lila Wackelöhrchen vom Balaton“ Auch hier ist der Chefposten von einer Fastberlinerin (zumindest  sind ihre Zwillingsschwester und ihr großer Bruder in Berlin geboren worden) besetzt.

Unser Kumpel Pippin wurde in noch Abwesenheit in das Team 4, den „blauen Wassermelonenbäumen“, gewählt. Auch hier gibt es eine Teamchefin. Sie stammt aus dem südlichsten Teil Thüringens und ist auch die jüngste Chefin des Ferienlagers.

Und zum Schluss noch die „Pinken Panther“. Da müsste ich eigentlich nicht viel zu schreiben. Allen ist klar, Pink, da kann nur Schwester Agnes dahinterstecken. Ihre Teamchefin heißt so ähnlich wie Katze – verstehe ich nicht so ganz, denn Krallen habe ich bei ihr nicht entdecken können – und kommt ebenfalls aus Berlin.

Ihr seht, die Berliner Kids sind ebenso wie die weiblichen Chefinnen überrepräsentatiert. (Man bin ich jetzt stolz, so ein tolles Wort gefunden zu haben 😊) Woran das liegt? Wahrscheinlich sind die Knaben zu ängstlich vor der Verantwortung und die Thüringer überhaupt zu schüchtern. Fragt doch einfach mal eure eigenen Kinderlein.

Die zweite Aufgabe war schon etwas schwieriger. Erarbeitet eine Choreogravieh für den Refräng des neuen Ottokarsongs!!! Leute, Leute….Das war ein ein Krampf und Kampf. Pippinchen, ich habe ihn heute mal vertreten, wird zum Beispiel ziemlich enttäuscht sein. Wiederholungstätern und – täterinnen fielen nichtmal die Schritte der letzten Ferienlagertänze ein.

Aber naja, zum Schluss präsentierten doch alle 5 Teams einige Schrittfolgen, Armschwünge und Sprung- und Wippbewegungen.

Die Jury, bestehend aus Lille und 2 ihrer Zimmergefährtinnen, konnte dann eine Rangfolge für die Punktvergabe festlegen. Hier die Reihenfolge: Platz 1 Team 1, Platz 2 Team 3 und Team 5, Platz 4 Team 2 und Platz 5 unser Team 4.

Während Schwester Agnes und Gottlieb mit einigen Kids anschließend unser Basislager am Strand aufsuchten, um sich zu entspannen, machte sich die Mehrheit, zu der auch Ottilie und Allie gehörten, auf den Weg in die Stadt, um ihr Taschengeld unter die Leute zu bringen und damit die ungarische Wirtschaft anzukurbeln. Keine Sorge, Sigi teilt für die Kids, die das nicht können, das Taschengeld ein.

Erworben wurden u.a. Ketten, Fächer, Bodzaszörp und natürlich wurde Eis geschleckt und die eine oder andere sütemény auf Vorrat.

Allerdings hatten in dieser Zeit 4 besondere Krümelmonster eine Spezialaufgabe. Voller Eifer halfen sie unserem Busfahrer Blümchen beim Fegen des Busses.  Unsere neuen Zwillinge – wir nennen sie Jojo, weil wir sie nicht unterscheiden können-, ein Knabe, der am Ende des Ferienlagers abgeholt wird und, wie kann es anders sein, der hochqualifizierte ZKK Chef können sich der Dankbarkeit von Blümchen sicher sein.

Auch unser allseits beliebter Dschinni war heute besonders fleißig. Er schleppte Wasserflaschen ohne Ende heran, füllte die Vorräte auf, bereitete für Ottilie alles für das Essen vor…..Für morgen hat er sich mit Flitzi für weitere Besorgungen verabredet.

Den Nachmittag verbrachten wir alle am und im Wasser. Schon seit dem Vormittag gab es Angebote für kreative Ideen. Es wurde Volleyball gespielt und geflörtet. Nach dem Abendessen (heute Burger mit Pommes) bereiteten wir uns auf die Eröffnungsdisco vor, die wieder gemeinsam mit unseren ungarischen Freunden ab 20 Uhr im Aquarium stattfand.

Die Mädchen haben sich ordentlich in Schale geworfen. So viel Mäkab hatten wir bisher noch nie. Schwester Agnes hatte bereits gleich nach dem Aufstehen für Schönheit sorgen wollen und kam mit goldenen Augenpflastern aus dem Zimmer. Den Sinn dieser Dinger habe ich bisher nicht verstanden. Werde übermorgen Pippinchen fragen. Er kennt sich damit aus. Ihre Discokleidung war aber erstaunlich zurückhaltend. Sie glitzerte nur ganz wenig und besonders an den Füßen.

 DJ Lockey, extra angereist, lockte mit dem Kaninchensong alle auf die Tanzfläche. Die Stimmung war super und alle forderten eine Verlängerung. Aber die Verzieher ließen sich nicht erweichen.

Langsam kehrt nun Ruhe ein und ich werde mich auch auf den Weg in mein Zimmer machen.

Aber vorher noch kurz einige Kuriositäten:

  • Ein kleiner Junge macht täglich Mathehausaufgaben…. Alle anderen fragen sich Muss das in den Ferien sein?
  • Unser ZKK Chef wartet auf den Besuch der Zahnfee, endlich ist der Backenzahn raus.
  • Ottilie hat in Anbetracht der zu erwartenden langen Disconacht ein kleines Vordiscoschläfchen am Verziehertisch gemacht
  • UND DER HÖHEPUNKT…..Ich habe allen Grüße von Pippin ausgerichtet. Da fragt doch Schwester Agnes tatsächlich wer denn Pippin ist. Sie hatte eine etwa halbstündige Amnesie. Ob das an der Sonne oder den Augenpflastern vom morgen gelegen hat, kann ich leider nicht sagen.

Nun aber endgültig Feierabend. Ich höre mein Bett rufen und die Verzieher*innen durch den Flur tapsen.

 

Jó aludni.            Euer müder Otto                                                                                                                

Kommentare   

#2 Pippin 2026-07-14 19:22
Liebe Freunde,
also erst mal vielen Dank, dass ihr mich so würdig vertreten habt. Wobei… nachdem ich deinen Bericht gelesen habe, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich darüber freuen, oder Sorgen machen soll.
Die blauen Wassermelonenbäume auf dem letzten Platz? Unerhört!
Schwester Agnes wusste eine halbe Stunde lang nicht, wer ich bin? Also bitte! Das kann nur an diesen goldenen Augenpflastern gelegen haben. Oder am Glitzer. Wahrscheinlich hat der ihr kurzfristig die Erinnerung überstrahlt.
Ein riesiges Lob an Dschinni. Wasser schleppen, Vorräte auffüllen und die schlafende Ottilie versorgen? Der Mann sammelt wohl Überstunden für die Verzieher-Rente.
Jetzt genießt die letzte Ruhe. Morgen übernehme ich wieder das Kommando. Irgendjemand muss schließlich aufpassen, dass Ottilie keine weiteren “faulen” Ideen hat und Schwester Agnes mich nicht schon wieder vergisst.
Euer Pippin
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#1 Berliner Bärbel 2026-07-14 10:59
Liebe Grüße aus Berlin von den Zurückgebliebenen!

Hier in Berlin läuft die Wasserwoche auf Hochtouren – da können wir mit dem Balaton zwar nicht mithalten, aber wir geben uns große Mühe. Das warme Sommerwetter spielt jedenfalls bestens mit.

Lucky hat sich heute als Koch versucht und eine richtig leckere vegane Bolognese gezaubert. Das Urteil der Kinder war eindeutig: sehr lecker und die Töpfe waren am Ende ziemlich leer. Da scheint ein neues Kochtalent entdeckt worden zu sein!

Außerdem hatten wir im Garten jede Menge Spaß mit riesigen Seifenblasen. Es wurde gejagt und gestaunt. Manche Blasen waren fast so groß wie die kleinsten Kinder.

Wir freuen uns jeden Abend über Ottos herrliche Berichte und sind gespannt, welche Abenteuer euch am Balaton noch erwarten. Habt weiterhin ganz viel Spaß, genießt das Wasser.

Sonnige Grüße aus Berlin
Eure Bärbel
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