Ein herzliches jó estéd an alle Zurückgebliebenen,
alle Kids sind gut im Ferienlager angekommen. Der Bus war pünktlich und trotz vieler P…pausen waren alle um 10.30 Uhr wohlbehalten vor Ort. Die Anreise verlief völlig unproblematisch, selbst die von allen vergessenen Filme fehlten niemandem. Um Mitternacht gab es zwei große und ziemlich falsche Geburtstagsständchen für einen großen und nun endlich erwachsenen „Ottokar“ – Knaben und eine viel kleinere und flinke Thüringerin.
Die Begrüßung fiel in diesem Jahr mit musikalischer Umrahmung aus. Es gibt nämlich einen supertollen Ottokar- Ferienlagersong. Für Musikinteressierte gibt es am Ende des Eintrags einen Link.
Nun aber zurück zum ersten Tag im Ferienlager. Die Zimmereinteilung war bereits im Bus geschehen. Riesige Koffer wurden gerollt und geschleppt. Einige haben jetzt vermutlich zuhause einen leeren Kleiderschrank. In altbewährter Ottokar-Tradition halfen die älteren Mädchen und Jungen den Jüngeren beim Transport in die Zimmer. Mein Kumpel Gottlieb tat sich dabei besonders hervor, wollte er doch beweisen, dass sich das Krafttraining beim Tanzen gelohnt hat. Schwester Agnes übernahm gleich die Verteilung der Bettwäsche und ließ den armen Nille ihre Koffer plus Reisetasche und Handtasche nach oben schleppen. Er muss sich jedoch an Gottlieb ein Beispiel nehmen und noch ein wenig trainieren. Einige Gepäckstücke purzelten mehrfach die Treppe wieder herunter.
Ottilie ging dem Chaos erfolgreich aus dem Weg und nutzte die Zeit, um erst einmal einen Kaffee zu trinken.
Die Neue in unserer Klicke versuchte ihr Bestes und half wo sie konnte. Sie heißt übrigens Allie, scheint eine fröhliche und gutgelaunte Person zu sein.
Dschinni und Paule schleppten die schweren Kisten mit Bastelmaterial und anderen wichtigen Dingen und unsere Musikanlage in den Gruppenraum. Unter ihrer Anleitung bauten die mitreisenden Urlaubären unser Basislager am Strand auf. Damit waren alle Vorbereitungen abgeschlossen und der Alltag konnte beginnen.
Sigi belehrte uns über Verhaltensregeln…. (Na die eine oder andere werde ich wohl nicht einhalten können, wenn ich euch über Geschehnisse hinter den Kulissen berichten möchte. Aber bisher hat sie mich niemals erwischt). Danach ging es endlich ans und ins Wasser. Hohe Wellen trugen zum Badevergnügen bei. Ottilie und Gottlieb wollten gar nicht mehr raus aus dem Wasser und auch Allie tummelte sich im warmen Nass.
Die Baderei wurde nur durch den Konsum von lekvár - und Streifenhörnchenstullen mit uborka und sárgobárack unterbrochen.
Natürlich wurde auch gespielt und gechillt.
Schwester Agnes war das Wasser zu kalt und sie will wohl ohne Pippinchen gar nicht ins Wasser. Sie schlummerte stattdessen auf ihrer Luftmatratze am Strand und haschte nach Pigmenten. Lille war übrigens auch kurz eingenickt und wirkte nach dem Aufwachen ein wenig zerknittert.
Paule und Dschinni machten noch eine Provianterweiterungstour. Da es überhaupt kein Wasser mehr zu kaufen gab (zum Glück haben wir gestern einen kleinen Vorrat gekauft), brachten sie für morgen für alle Jokurt mit.
Nach dem Abendessen, es gab Spagetti mit Soßbolongnäs und Melone, machten wir uns mit einem kleinen Begrüßungsspiel miteinander bekannt. Leute, ihr hättet vermutlich eure Kinderlein nicht wiedererkannt. Selbst die größten Großklappen flüsterten ihre Namen. Schwester Agnes bedauert noch immer, ihr Hörrohr zuhaus gelassen zu haben.
Anschließend wurden die Teams ausgelost. Glücksfee war unsere jüngste und kleinste Mitreisende aus Berlin. Es gibt in diesem Jahr 5 Teams, die sich morgen zusammenfinden und erste Aufgaben gemeinsam lösen werden.
Die Wahl der Zimmerkontrollkommission (ZKK) bildete dann den offiziellen Abschluss des Tages.
Ein Berliner tritt in die Fußstapfen seiner beiden älteren Geschwister und vertritt die Jungen. Eine Thüringerin, die hier mit Kosäng und Kuhsine ist, wird den weiblichen Blick auf die Unordnung in den Zimmern übernehmen.
Nun sind inzwischen alle in ihren Betten. Die Nacht und der Tag waren anstrengend und ich höre schon unseren Busfahrer Blümchen schnarchen.
Ich werde dann auch an meiner Matratze horchen.
Bis morgen und jó észerkat.
Euer Otto
PS: Der Link zum Ottokar- Ferienlagerlied
https://shorturl.at/rWXEb
Was ich beinahe vergessen hätte:
Kommentare
was soll ich dir schreiben? Ich bin immer noch völlig überrascht, dass der Bus tatsächlich so früh da war. Da saß ich noch ganz entspannt in der S-Bahn, als Marion anrief: „Der Bus steht schon am Abfahrtspunkt.“ Über eine Stunde zu früh! Das habe ich in all den Jahren noch nie erlebt.
Wir konnten also fast pünktlich losfahren. Wobei es natürlich zwei Mitfahrer geschafft haben, exakt drei Minuten vor der Abfahrt aufzutauchen. Offenbar wird „15 Minuten vorher da sein“ inzwischen als unverbindliche Empfehlung verstanden.
Die Fahrt verlief erstaunlich entspannt: Kein Kind musste den Bus neu dekorieren. Dafür hatten wir gleich zwei Geburtstagskinder – an Schlaf war also erst einmal nicht zu denken. Eine ganz normale Busfahrt: laut, fröhlich und mit einer Portion Chaos.
Mal sehen, ob das vor Ort so bleibt.
Während ihr schon Wellen zählt, durfte ich heute noch das Klassenzimmer aufräumen. Irgendwer muss ja schließlich dafür sorgen, dass nach den Ferien noch jemand den Fußboden wiederfindet. Vielleicht wird mein und Gottliebs Zimmer endlich mal zur Puppenstube ausgezeichnet.
Nur noch einen Tag arbeiten, dann habe ich es auch geschafft. Meine Koffer sind schon gepackt und ich mache mich morgen Abend auf den Weg.
Ottilie darf ihren Kaffee künftig nicht mehr ganz so gemütlich in Ruhe trinken – ich passe schließlich auf, dass sie zwischendurch nicht einschläft. Außerdem muss ich unbedingt kontrollieren, ob Schwester Agnes wirklich nur wegen meiner Abwesenheit nicht ins Wasser gegangen ist. Aber das werden wir ganz schnell ändern! Also haltet mir einen Platz am Strand frei und benehmt euch wenigstens noch so lange, bis ich angekommen bin. Danach garantiere ich für nichts.
Bis ganz bald!
Euer Pippin
wir wünschen euch eine wunderschöne Zeit mit ganz viel Spaß, Sonnenschein und unvergesslichen Erlebnissen! Wie glücklich ihr euch schätzen könnt, die Woche direkt am Wasser zu verbringen. Hier in Berlin ist es diese Woche nämlich richtig heiß. Passenderweise haben wir gerade Wasserwoche und werden das natürlich ausgiebig nutzen, um uns bei den hohen Temperaturen abzukühlen.
Herzliche Grüße von den die hier die Stellung halten
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