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Vom Ausschlaftag, der ins Wasser fiel

Guten Abend ihr lieben Hinter- bzw. Zurückgebliebenen,

 

bald werden wir uns wiedersehen und vermutlich weil unsere Abreise immer näher rückt, weinte heute schon am frühen Morgen der Himmel. Also das richtige Wetter für einen Ausschlaftag, an dem sogar die größten Schlafmützinnen pünktlich aufstanden. Nur sehr wenige der Langbeinigen nutzten die Möglichkeit zum Ausschlafen wirklich aus. Ist ja nix Neues. Das ist wohl schon in jedem Jahr so gewesen.

Noch gestern Abend verkündeten einige der alten Knaben, heute früh um 6 Uhr joggen zu wollen. Ottilie handelte sie auf 7 Uhr rauf, weil sie unbedingt die durchtrainierten Jungs anfeuern wollte. Jedoch war sie die Einzige, die vor dem Haus erschien. Die Motivation der Jungen, die mit Langos und Pizza angefutterten Gramm abtrainieren zu wollen war mit dem Schlaf gegen Null gegangen. So erspähte Ottilie nur Dschinni, der nicht im Schweiße seines Angesichts, sondern vom Regen durchnässt frisches Brot anlieferte.

Nun könnte man oder frau ja meinen, dass ein Tag mit Regen und immer wieder Regen auf die Gemüter gehen könnte. Doch wir ließen uns die Laune nicht verderben. Tischtennis, BAO BAO, Basteln, chillen, jeder und jede hatte was zu tun.

Beim ersten Aufklaren standen die Massen am Bankschalter Sigi und wollten Geld abheben und tauschen. Die Tauschangebote 5€ gegen zum Beispiel 1x Maoam oder einen Stift, brachten die Kinderchen ziemlich aus dem Konzept. Wir einigten uns dann darauf, dass die Euro in Forint gewechselt werden. 😊 Binnen kürzester Zeit waren die Verzieher*innen fast ohne zu behütende Kinderlein im Ferienlager und konnten sich den einen oder anderen neuen Plan ausdenken.

Während Dschinni fleißig Stullen schmierte und Möhren putzte, bastelte Totti mit einer kleinen Hiergebliebenen weiter an den Geschenken für die vielen fleißigen Küchenkräft*innen.

In der verregneten Mittagspause gab es dann die Versteigerung der ungezählten Fundstücke wie Handtücher, Badeanzüge und -hosen, Socken und Schlüppis und und und. Ich glaube, einige Kinder hatten inzwischen den ganzen Kofferinhalt als Schnitzeljagd auf dem Gelände verteilt. Und das trifft nicht nur auf unsere Jüngsten zu. Die ganz Großen oder auch Ältesten hatten auch so manch ein Wäschestück verloren. Der älteste Junge aus Erfurt holte ganz heimlich nach der Versteigerung seinen Schlüppi ab.

Dschinni war währenddessen mit Hartmut und Subbi zum Melonenfeld gedüst, um die kleinen lieblichen 17kg Melonen für das Wettessen zu holen. Sein fliegender Teppich konnte die Massen kaum vom Feld zum Balaton transportieren, noch dazu wo er einen Umweg zu Hartmuts Bus fliegen musste, um die 52 kg Melone Wegverpflegung für unseren Busfahrer Hartmut abzuladen.

Aufgrund des Regens und des starken kalten Windes wurde der Wettbewerb auf morgen Vormittag verschoben.

Der Nachmittag verging dann mit Tischtennis, Basteln, Streifenhörnchen und Lekvar und dem von einer Profiline aus Berlin geleiteten Badmintonturnier. Auch die Wettkämpfe im BAO BAO sind abgeschlossen. Die Sieger*innen werden aber erst am Samstag bekannt gegeben.

Nach dem Abendessen war dann wieder Zeit für den Teamwettbewerb. Die Verzieher*innen wissen, dass am Montag in Berlin die Schule wieder beginnt, deshalb wollten sie uns ganz langsam und spielerisch auf den Deutschunterricht vorbereiten. Jedes Team erhielt 13 Buchstaben (fährnishalber alle die gleichen oder heißt es dieselben?) und sollte so viele Wörter wie möglich damit legen. Also alle möglichen Varianten. Das Ergebnis war erstaunlich, von 44 Wörtern bis 100 Wörter haben die Teams geschafft. ABER, jetzt ging zwischen meinen Kumpels und Kumpelinen der Streit los. Ottilie ließ alle Wörter auch im Plural gelten, Gottlieb argumentierte, dass das ja keine eigenen Wörter seien, weil sie im Wortstamm gleich wären. Bin gespannt, wie die Verzieher*innen dieses Problem lösen werden.

Und dann hat mein Kumpel Gottlieb heute seine dichterische Ader entdeckt. Normalerweise liest Sigi den kleinen Jungs jeden Abend Gute Nacht Geschichten von Tafiti dem Erdmännchen und seinem Freund Pinsel, dem Pinselohrschwein, vor. Nun war sie heute Abend aber mit Paule und Subbi unterwegs und Gottlieb machte aus der Not eine Tugend und erzählte eine Fantasiegeschichte mit den Lieblingswörtern der Knaben, in der dann ein kleiner Elefant, ein Auto, die Welt, ein Schiff und eine Popowurst eine wesentliche Rolle spielten. Da hätte ich echt schon sehr gern gelauscht. Vielleicht erscheint die Geschichte ja mal als Kinderbuch mit Illustrationen von Totti und erhält einen Literaturnobelpreis.

Das soll es für heute gewesen sein. Ich mache mich jetzt mal auf in mein Bett. Der Ausschlaftag hat ja auch für mich nicht stattgefunden.

 

Jó ésterkat és jó aludni

Euer Otto   

Kommentare   

#1 Alexandra 2021-08-06 15:30
Huhu ihr lieben
Ich finde es klasse das ihr sogar bei schlechten Wetter euch amüsiert und keine schlechte Laune aufkam aber wenn man mit so einen super Team im Urlaub ist kann das ja auch garnicht passieren.Zum ausschlafen muss ich ja ein wenig lachen weil es ist wie zu hause wenn die kleinen in die schule müssen stehen sie nie auf aber kaum ist wochende da sind sie überpünktlich wach (grins grins).
Zu der Geschichte:zu gern würde ich sie mal hören vielleicht würd sie ja mal niedergeschrieben wär lustig.
So nun wünsche ich euch noch zwei schöne Tage und freue mich auf den nächsten Bericht lg
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